Invasion

In großen Teilen Europas ist ursprünglich nur eine Hornissenart heimisch: Vespa crabro. Weltweit gehören etwa 23 Hornissenarten der Gattung Vespa, aus der Ordnung der Hautflügler, Famile Faltenwespen, an. Im Jahr 2004 wurde eine einzige mehrfachbegattete Königin der Art Vespa velutina aus der Gegend um Shanghai mit einem Containerschiff nach Europa (Bordeaux) eingeschleppt. Die Abkömmlinge dieser Königin haben sich in Europa etabliert, und über mehrere Länder verbreitet (siege unten). Diese etwas ungenau auch als ‚asiatische Hornisse‘ bezeichnete Hornisse macht äußerst effizient Jagd auf Insekten, auch direkt vor dem Nest unserer Honigbiene Apis mellifera, und stellt daher, neben vielen anderen Faktoren, eine Bedrohung für Honigbiene und Imkerei dar. Aufgrund der Ausbreitung in einem Gebiet in dem die Spezies nicht heimisch ist, wird die Hornisse auch zu den invasiven Arten, oder Neobiota gezählt. In Südkorea wurde Vespa velutina im Jahr 2003 eingeschleppt, und hat sich seither über die gesamte Halbinsel ausgebreitet (mehr dazu).

Ausbreitung in Europa:

2004: Einschleppung nach Frankreich
2010: Erstfund in Spanien
2011: Erstfund in Portugal
2012: Erstfund in Italien
2014: Erstfund in Deutschland
2016: Erstfund auf der Kanalinsel Jersey
2016: Vespa velutina hat die Region Veneto in Italien erreicht
2017: Erstfund in der Schweiz

In Österreich wurde Vespa velutina bisher noch nicht nachgewiesen, eine Ausbreitung ihres Lebensraumes in den nächsten Jahren bis nach Österreich ist aber wahrscheinlich. Wir möchten die Seite www.alien-hornet.org dafür nutzen, um mittels Citizen Science, also Bürgerbeobachtungen, die Ausbreitung von Vespa velutina und Auswirkungen auf die Imkerei in Österreich und Mitteleuropa zu untersuchen. Wenn Sie verdächtige Individuen sehen, kontaktieren Sie mich bitte, oder melden Sie den Fund, am besten mit Fotos online. Verwenden Sie dazu unsere Bestimmungshilfe.

Im Süden Europas findet sich die Orientalische Hornisse (Vespa orientalis). Diese macht ebenfalls Jagd auf Insekten und Bienen und ist sehr gut an heiße und trockene Regionen angepasst. Eine Ausbreitung nach Mitteleuropa erscheint im Moment als unwahrscheinlich.